Einkaufstipps für Schlafsäcke
Der Schlafsack ist einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, wenn man eine Trekkingtour unternimmt. Es bestehen sehr große Unterschiede beim Gewicht, beim Preis und bei der Wärmeisolierung, daher ist eine genaue Überlegung notwendig, welchen Schlafsack man benötigt. Die Materialauswahl zwischen Daunen oder Kunstfaser ist die erste wichtige Entscheidung. Es besteht keine eindeutige Regel für eine bessere Eignung eines Materialien. Bessere Eigenschaften bei Feuchtigkeit besitzt die Kunstfaser, dagegen ist ein Daunenschlafsack ein wenig leichter bei der gleichen Wärmeisolierung. Auch erfahrene Spezialisten im Outdoor-Bereich sind sich nicht einig, welches Material man bevorzugen sollte. Eine Rolle spielt bei der Auswahl auch die gewünschte Qualität, da in der unteren Preisklasse nur Schlafsäcke aus Kunstfaser zu haben sind. Bei Daunenschlafsäcken liegt der Einstiegspreis deutlich höher. Bei einem sehr ähnlichen Verhältnis in Preis und Leistung sind in der Mittelklasse dann beide Arten zu finden. Fast ausschließlich Daunenmodelle bekommt man bei Schlafsäcken der extremsten Kälteresistenz und der besten Qualität. Da von den meisten Kunden ein Modell der mittleren Preisklasse gewählt wird, kann man zwischen Daunen- und Kunstfaserschlafsäcken entscheiden. Diese haben, wie bereits erwähnt, in der Regel ein ziemlich gleiches Verhältnis in Preis und Leistung. Welches Material ihm angenehmer ist, liegt in der Entscheidung des Kunden. Eine ordentliche Verarbeitung des Füllmaterials und Abtrennung in einzelne Kammern ist auf jeden Fall wichtig, um zu verhindern, dass die Füllung verrutscht. Die Wärmekennzeichnung ist beim Kauf eines Schlafsackes der wichtigste Punkt. Es erfolgte hier früher nur die Angabe des Extrembereiches gemacht, also die Temperatur, bei der das Überleben im Schlafsack garantiert wurde. Nun wurde eine neue Kennzeichnung eingeführt, da Kunden dies oftmals so aufgefasst hatten, dass ein gemütliches Schlafen bei diesen Temperaturen möglich sei. In den neuen Schlafsäcken wird jeweils für den Extrembereich, den Grenzbereich und den Komfortbereich die Temperatur angegeben. Je nach den zu erwartenden Temperaturen und auch den eigenen Ansprüchen kann der Kunden den Schlafsack wählen, der für ihn geeignet ist. Als nicht professioneller Trekker sollte man seinen Schlafsack so wählen, dass die Nachttemperaturen, die man erwartet, zumindest im Grenzbereich, aber am besten im Komfortbereich liegen. Doch man sollte beachten, dass das Kälteempfinden bei jedem Menschen unterschiedlich ist und daher die Temperaturangaben nur einen Normwert darstellen. Zum Beispiel frieren Menschen, die nicht so gut trainiert sind, schneller als gut trainierte, schlanke Menschen frieren schneller als kräftige und Frauen meist schneller als Männer. Bei Zweifeln ist es besser, man kauft den wärmeren Schlafsack, durch das Öffnen des Reisverschlusses kann man die Wärme leicht regulieren, wenn es einmal zu warm sein sollte. Bei Kälte ist eine solche Temperaturregelung nicht möglich.
